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Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Alles im gesunden Bereich in Ihrem Unternehmen? Oder ist Ihr Krankenstand hoch? Damit es erst gar nicht dazu kommt oder Sie Unterstützung benötigen, um diesen zu verringern, bieten wir Ihnen Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) an.

BGM ist ein wertschöpfender Faktor für zukunftsfähige Unternehmen. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist die Gestaltung, Lenkung und Entwicklung betrieblicher Strukturen und Prozesse, um Arbeit, Organisation und Verhalten am Arbeitsplatz gesundheits-förderlich zu gestalten. Dabei sollen alle gesundheitsfördernden Maßnahmen (präventiv und korrektiv) eine einheitliche Struktur bilden.

Betriebliches Gesundheitsmanagement kommt Ihren Beschäftigten und Ihrem Unternehmen gleichermaßen zugute.

"Gesundheit ist wie Wasser. So lange man genügend davon hat,
weiß man es nicht zu schätzen"

 
Unsere Vorgehensweise:

Bedarfsanalyse
Anhand der Bedarfsanalyse werden Problemfelder im Betrieb aufgedeckt und der Handlungsbedarf ermittelt. Die Analyse gilt als Grundlage für das weitere Vorgehen.

Zielsetzung
Wir zeigen Möglichkeiten auf, welche BGF-Maßnahmen eingeleitet werden können, um Risiken zu minimieren und Potentiale zu stärken.
Als Grundlage hierfür, werden die Ergebnisse der Bedarfsanalyse herangezogen. Dabei gilt es Kennzahlen zur späteren Überprüfung zu definieren.

Maßnahmenplan
Mit unserem Expertenteam legen wir anhand der Ergebnisse der Bedarfsanalyse gemeinsam mit Ihnen einen Maßnahmenplan fest.

Umsetzung
Wir begleiten Sie bei der Umsetzung der definierten Maßnahmen mit unserem Expertenteam.

Evaluation
Die Evaluation der durchgeführten Maßnahmen erfolgt anhand der Überprüfung von Kennzahlen aus der Zielsetzung. Ein Gesundheitsreport schafft einen umfassenden Überblick über die Entwicklung des BGMs und ist damit Grundlage für weiteres Handeln.

 

Weitere hilfreiche Informationen zu Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Der arbeitsrechtliche Gesundheitsbegriff
Ergonomische, arbeitspsychologische und arbeitsmedizinische Erkenntnisse, die der Vermeidung gesundheitsschädlicher Belastungen und der Ermittlung der individuellen Leistungsfähigkeit dienen, werden im Sinne einer menschengerechten Gestaltung der Arbeit und Humanisierung des Arbeitslebens eingesetzt.
Vgl. dazu §6 Abs. 1 Arbeitsschutzgesetz / §2 Abs. 1 ArbSchG / §90 Abs. 2 Betriebsverfassungsgesetz

Individualrechtlicher Gesundheitsschutz
Das öffentlich-rechtliche Arbeitnehmerschutzrecht , also Arbeitsschutz im engeren Sinne, gliedert sich in
• technischen,
• medizinischen
• und sozialen Arbeitsschutz.

Technischer Arbeitsschutz
Hier sagt das Grundgesetz des Arbeitsschutzes
In §1 Abs. 1 S.1 „ Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten bei der Arbeit sind durch Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu sichern und zu verbessern“. Es gibt grundlegende Schutzpflichten des Arbeitgebers sowie Rechte und Pflichten der Arbeitnehmer.

Medizinischer Arbeitsschutz
Der Arbeitgeber hat auf der Grundlage aktueller Erkenntnisse Vorkehrungen zur Vermeidung gesundheitlicher Beeinträchtigungen zu treffen, bereits eingetretene Beeinträchtigungen mit geeigneten Maßnahmen entgegenzuwirken und beeinträchtigte Arbeitnehmer bei der Wiedereingliederung in die Arbeit zu unterstützen.
Vgl. hierzu §11 ArbSchG und ff., berufsgenossenschaftliche Vorschriften die aufgrund §24 SGB VII erlassen werden.

Sozialer Arbeitsschutz
Darunter fallen:
Arbeitszeitgesetz / Pflegezeitgesetz / Familienpflegezeitgesetz / Teilzeit- und Befristungsgesetz
Das Bundesurlaubsgesetz gehört nicht dazu, da es privatrechtlicher Anspruch des Arbeitnehmers ist.

Die Pflichten des Arbeitgebers
Für die Erfüllung der öffentlich-rechtlichen Arbeitsschutzpflichten ist grundsätzlich der Arbeitgeber verantwortlich. Arbeitgeber in diesem Sinne sind neben natürlichen und juristischen Personen des Privatrechtes auch juristische Personen des öffentlichen Rechts, da Dienststellen der öffentlichen Verwaltung nach § 2Abs. 5 ArbSchG den privatwirtschaftlichen Betrieben gleichgestellt sind.

Die sogenannten Grundpflichten des Arbeitgebers ergeben sich aus §3 ArbSchG. Danach hat der Arbeitgeber die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes bereitzustellen, anzupassen und zu verbessern. Gemäß § 5 ArbSchG ist die Gefährdungsbeurteilung jeweils auf den konkreten Arbeitsplatz abzustimmen und gemäß § 6 ArbSchG durch den Arbeitgeber zu dokumentieren. Die Gefährdungsbeurteilung erstreckt sich auch auf psychische Belastungen.

Pflichten der Arbeitnehmervertretung
Die Aufgaben der Arbeitnehmervertretung im Zusammenhang mit dem betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz der beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer setzen sich aus
• Überwachungspflichten
• Unterrichtungsrechten und Beratungsrechten
• Mitbestimmungsrechten zusammen.

Die Beteiligung der mit der betrieblichen Praxis vertrauten Mitarbeitervertretungen an der Umsetzung des gesetzlichen Arbeitsschutzes dient dessen tatsächlicher und effektiver Umsetzung und ist eine ihrer wichtigsten Aufgaben.
Der Betriebsrat und der Personalrat haben sich dafür einzusetzen, dass die Vorschriften über den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung im Betrieb durchgeführt werden und dabei die zuständigen Behörden zu unterstützen. ( § 89 Abs.1 BetrVG und § 81 Abs. 1 Bundespersonalvertretungsgesetz BPersVG )
In § 71 BPersVG wird die Möglichkeit eröffnet entsprechende Dienstvereinbarungen über zusätzliche Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen und Gesundheitsschädigungen sowie zum betrieblichen Umweltschutz abzuschließen.
Den Kernbereich der gesundheitsschutzrechtlichen Mitbestimmung bilden §87 Abs. 1 Zif 7 BetrVG und §75 Abs. 3 Zif. 11 BPersVG , die zur Mitbestimmung in sozialen Angelegenheiten nicht nur Regelungen über die Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten, sondern wortwörtlich den Gesundheitsschutz (§ 87 BetrVG) und den Schutz vor Gesundheitsschädigungen (§75 BPersVG) zählen. Diese sogenannte Mitregelungsbefugnis bezieht sich auf die den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz konkretisierende Maßnahmen des Arbeitgebers und erstreckt sich auf organisatorische, medizinische, technische und unter Umständen sogar personelle Maßnahmen.
Durch dieses Initiativrecht wird Betriebsrat und Personalrat die Ausübung der Mitbestimmungsrechte in aktiver Form ermöglicht (BVerwG Beschluss vom 01.11.83 – Az.6 P 28.82, BeckRS , 1983, 30986744).
Quelle: Handbuch BGM , Jürgen Stierle , Verlag Schäfer –Poeschel Ausgabe: 2014
Stand: Mai 2017 www.poarch.de - Maria Poarch


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